
Warum Kunst
Kunst ist genaues Hinsehen. und gleichzeitig ein Erspüren
Des Gegenübers. Und des selbst.
Dessen, was sichtbar wird.
Unddessen, was uns verbindet.
Meine Arbeit
Ich bin Künstlerin und diplomierte ganzheitliche Kunsttherapeutin. Die Pionierin der Kunsttherapie Edith Kramer war der Meinung, dass eine Kunsttherapeutin primär auch Künstlerin sein muss, um die Wirkkräfte der Kunst verstehen zu können und so sehe ich meinen Focus auch im Erforschen von Kunst und Kreativität und den damit einhergehenden Wirkweisen auf unser Leben und unsere Beziehungen.
Im Zentrum meiner Arbeit steht der Mensch- und das große Thema des Sehens und gesehen werdens.
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In meinen Portraits versuche ich nicht nur das äußere Erscheinungsbild festzuhalten, sondern durch Verbindung und Unmittelbarkeit, Emotion sichtbar werden zu lassen.
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Auch in der Kunsttherapie ist genau dieser Raum entscheidend. Ein Raum, in dem Menschen sich ausdrücken können, ohne erklären zu müssen und in dem Brüche sichtbar werden dürfen. Bilder erlauben, der Emotion nachzugehen und sich selbst neu zu begegnen. Es gilt das Beziehungsdreieck zwischen Therapeutin, Klient*in und Kunst.
Die Therapeutin begleitet den Prozess, gibt Impulse, doch die Kunst ist die, die zur Klientin spricht.
Menschen fühlen sich gesehen und entdecken über die Kunst eine neue Beziehung zu sich selbst.
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Meine Philosophie
Ich glaube, dass jeder Mensch eine eigene Ausdrucksform besitzt. Kreativität ist kein Talent für wenige, sondern wie John Cleese es beschreibt, die Fähigkeit in einem spielerischen Zustand zu verweilen. So entsteht auch ein innerer Spielraum im Leben.
Außerdem interessiert mich nicht die Perfektion, sondern vielmehr die Brüche, Spuren und das Unfertige, das oft Bilder oder songs lebendig macht - und auch den Menschen ausmacht.
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Mein Angebot umfasst:
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Kunsttherapeutische Begleitung, die kreative Prozesse nutzt, um persönliche Themen zu erforschen und zu reflektieren. Ohne Bewertung. Mit Wertschätzung des Erlebten und Gefühlten.
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Kreative Workshops, die Raum für Ausdruck, Experiment und Austausch bieten
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Portraits, Auftragsportraits sowie freie Arbeiten aus dem shop
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Unterstützung im künstlerischen Arbeiten: Viele Menschen möchten kreativ arbeiten, fühlen sich aber unsicher im Umgang mit Materialien und Technik. Ich begleite diese Prozesse auch praktisch und teile mein künstlerisches Wissen
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Mein Werdegang:
Als jüngste von vier Schwestern bin ich in Wien-Mariahilf aufgewachsen – umgeben von den Bildern meines Vaters und seiner Künstlerfreunde.
Kunst war stets präsent, schien mir aber nie als „Brotberuf“ denkbar.
So studierte ich Europäische Wirtschaft und Unternehmensführung, um meinen interkulturellen Hintergrund und meine Liebe zu Sprachen zu nutzen – und war schließlich über 20 Jahre im Exportgeschäft tätig.
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Ende dreißig hatte ich beruflich alles erreicht, was ich mir vorgenommen hatte. Und doch wurde mir klar: Etwas fehlt mir. So entschied ich mich, den Schritt zu wagen und mal alles on hold zu stellen und mich der Kunst zu widmen – denn sie hatte mich längst auf ihre eigene stille Weise „therapiert“, lange bevor ich überhaupt von Kunsttherapie gehört hatte. Ich kannte die heilende Wirkung des Flow-Zustands beim Zeichnen, die tröstenden Stimmen meiner Lieblingsmusiker, die Magie eines Fellini-Films.
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Nach einem fünfjährigen Studium der Kunsttherapie kenne ich nun auch die psychologischen Hintergründe, die Wirkung einzelner Medien und die Kraft des kreativen Ausdrucks.
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Seit 2023 veranstalte ich workshops und Einzelsettings, zunächst in meinem Atelier im Kunst-und Kulturverein Semmelweisklinik, dann in meinem Heimatelier und jetzt im denkweise - Zentrum für mentale Gesundheit am Spittelberg.
Weiters konnte ich Erfahrungen mit Jugendlichen und Kindern mit Behinderung beim Wiener Hilfswerk sammeln und habe 3 Jahre lang mit Senior*innen im Pflegeheim gearbeitet.
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Ich habe zwei Söhne im teenager-Alter und lebe mit meiner Familien und zwei Hunden im Wienerwald. Sowohl ich als auch mein Mann haben (teils) serbische Wurzeln, was meinen Namen erklärt - bevor jemand fragen muss. Ich habe absichtlich keinen Künstlernamen und habe meinen Namen als website - Namen benutzt, weil ich der Meinung bin, dass es im therapeutischen Bereich viel zu wenig Therapeut*innen mit Migrationshintergrund gibt.
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Artist Statement
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​Meine Kunst entsteht aus einem Loch heraus. Es ist das Loch, durch das ich steige – in meine Welt.
Da unten lebt ein Universum des Unterbewussten: Erinnerungen an Bücher, Filme, Konzerte, Songs, die Saiten in mir angeschlagen haben. Blicke, Worte, Gesten, die mir die Welt bedeutet haben – oder etwas Kleines in mir sterben ließen.
Die meisten davon kann ich nicht mehr bewusst hervorholen. Aber sie haben mich geprägt. Wie ein Bildhauer mit seinem Meißel haben sie Anteile freigelegt, andere im Verborgenen gelassen – und mich geformt. Die Feinheiten, die mit meinem Innersten resoniert haben, sind haften geblieben. Und nun dürfen sie wieder raus.
Durch meine Kunst erschaffe ich mir meine eigene Welt – und ich bin dort nicht alleine. Meine Bilder sprechen zu mir. Sie entwickeln eine Eigendynamik und weisen mich auf Dinge hin, die ich vielleicht niemandem zugeben würde.
Zu sehen sind Figuren aus Zeiten, nach denen man sich vielleicht sehnt – die so aber nie existiert haben.
In manchen Bildern wird diese Welt Wirklichkeit. In anderen stehen Figuren an ihrer Schwelle, schauen aus ihr heraus oder sehnen sich hinein. Sie wissen, dass dieser Raum irgendwie unerreichbar ist. Was sie verbindet, ist das Wissen um die Fragilität dieser Welt.
Wir leben für die kurzen Einblicke in etwas Größeres – eine Art Himmel, den wir zu Lebzeiten dauerhaft gar nicht aushalten würden. in der Kunst können wir diese Einblicke erleben. Wir wissen, dass wir sie nie vollends einfangen werden. Wir versuchen es trotzdem.​​
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Peter Doherty, Youtube video: What is Arcadia
"Luckily once a couple of us found we had no choice but to believe in ourselves - and then to believe in each other -
we were able to try and create something for other people, even just to hang their hat on...just as a way of escaping from a world that didn't...it didn't do justice to what you'd been promised in your imagination; to what you'd been promised in all the books and all the films that filled you with wonder or made you laugh or made you cry. The world just didn't live up to what you knew it could really. That's Arcadia you know... when men's soul gets what it deserves... it gets to fly.“
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Nick Cave in „Faith, Hope and Carnage“
„Music plays into the yearning many of us instinctively have – you know, the God-shaped hole.“
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James Baldwin
“The role of the artist is exactly the same as the role of the lover. If I love you, I have to make you conscious of the things you don’t see.”
